Klimaanlagen + Lüftungssysteme
Klimaanlagen sind Einrichtungen zur Erzeugung und Aufrechterhaltung von kontinuierlicher Temperatur, Feuchtigkeit sowie einer gewünschten Luftqualität in Innenräumen. In
tropischen und
subtropischen Ländern steht der Begriff Klimaanlage meist für Anlagen, die Luft auf eine voreingestellte Temperatur abkühlen. Dort sind sie häufig die Voraussetzung für eine Lebens- sowie Leistungsqualität in Innenräumen, wie sie üblicherweise in Ländern zu finden ist, die in gemäßigten Zonen liegen. Klimatisierte Innenräume sind in vielen warmen Ländern eine Notwendigkeit für den Aufbau und Erhalt von
wettbewerbsfähigen Industrien sowie des
Tourismus.
Lüftungssysteme sind Anlagen,
um Wohn- und Geschäftsräume sowie Industrieanlagen mit Außenluft zu
versorgen, beziehungs- weise um belastete Innenraumluft abzuführen.
Entsprechend ihrer Nutzung fördern diese Anlagen kontrollierte Zu-, Abluft oder beides zugleich.
Klimaanlagen sowie Lüftungssysteme können je nach Konzeption und Größe
mit Kanälen ausgestattet sein, die sich in den verschiedensten
Durchmessern rund und/oder eckig über viele Meter in einem Gebäude
erstrecken.
Wirtschaftlichkeit und Hygiene
Die
Wirtschaftlichkeit und
Hygiene einer sorgfältig konzipierten raumlufttechnischen Anlage ist nur bei
gründlicher Reinigung des gesamten Systems gegeben. So reduzieren zum Beispiel Ablagerungen von Schmutz an den Ventilatoren und in den Kanälen den Luftstrom und somit die Wirtschaftlichkeit der Anlage erheblich. Entsteht infolge klimatischer Bedingungen Feuchtigkeit in den verschmutzten Kanälen, können sich
Bakterien, Schimmelpilze und
Mikroorganismen in großen Mengen dort sehr schnell verbreiten. Gelangen diese sowie deren Bestandteile in die Atemluft, sind die Nutzer solcher mikrobiell belasteten Anlagen gefährdet und es können erhebliche Gesundheitsschäden auftreten.
Da Menschen nicht nur in ihrem privaten Umfeld davon betroffen sein
können, sondern auch in vielen Büros, Produktionsstätten, Hotels,
Banken, Kaufhäusern, Krankenhäusern etc., in welchen raumlufttechnische Anlagen
genutzt werden, bedeuten Gesundheitsschäden infolge mangelnder Wartung
nicht nur
verminderte Lebensqualität sondern auch
verringerte Leistungsfähigkeit. Der Begriff
"Sick Building Syndrome"
wird damit in Zusammenhang gebracht. Eine Abwertung derart belasteter
Innenräume oder sogar kompletter Gebäude ist oft die Folge.
Ob alte oder nach modernsten Anforderungen
installierte neue Anlagen, je nach Konzeption und Nutzung
bedarf es der
Reinigung in entsprechenden Intervallen,
um Wirtschaftlichkeit und Hygiene zu bewahren. In einigen Ländern
wurden dafür genaue Vorschriften und Richtlinien erarbeitet, wie zum
Beispiel VDI 6022 in Deutschland.