Alternaria alternata

Alternaria alternata ist eine weltweit verbreitete Schimmelpilzart, die vor allem auf Pflanzen aber auch auf Lebensmitteln, Blumenerde, feuchten Textilien und anderen feuchten Substraten und Oberflächen vorkommt.

Alternaria alternata ist ein Schimmelpilz, der vor allem in der Außenluft vorkommt. Wird er in der Innenraumluft nachgewiesen, stellt dies nur eine geringe Indikation für einen Schimmelpilzbefall dar.

Alternaria alternata bildet samtige, braun-schwarze Kolonien. Es gibt verschiedene Alternaria-Arten, die leicht mit Ulocladium chartarum zu verwechseln sind, daraus ergeben sich aber bezüglich der Bewertung keine nennenswerten Probleme.

Alternaria alternata Sporen sind mit die häufigsten Auslöser von Schimmelpilzallergien. Fälschlicher Weise werden diese Allergien häufig mit einem Schimmelpilzbefall im Innenraum in Verbindung gebracht. In der Regel sind Alternaria alternata-Allergien auf erhöhte Schimmelpilzkonzentrationen in der Außenluft zurückzuführen, die besonders im August auftreten. Daher ist es ein relativ sichereres Indiz dafür, dass eine Alternaria alternata-Allergie Außenluft assoziiert ist, wenn die klinischen Symptome der Allergien im Herbst auftreten.

Dr. Thomas Gabrio
Regierungspräsidium Stuttgart
Landesgesundheitsamt

Abt.9/Ref.96 U
Nordbahnhofstraße 135
70191 Stuttgart

Aspergillus Flavus

Der Schimmelpilz Aspergillus flavus gehört zur Aspergillus-flavi -Gruppe (Einteilung von Samson, 2008) und ist in der Natur ubiquitär verbreitet. In Innenräumen kommt er mäßig oft vor. In unserem akkreditierten Labor weisen wir ihn in ca. jeder 30. Probe nach.

Dieser Schimmelpilz kommt bei trockenem und feuchtem Klima sowohl in der Innenraumluft als auch in Lebensmitteln, wie z. B. Erdnüssen, gemahlenen Mandeln oder Gewürzen, vor. Das optimale Wachstum für Aspergillus flavus liegt bei einer Temperatur von 37° C und einem Wasseraktivitätswert von 0,79.

Auf CYA-Medium bei 25° C wächst die Art mäßig schnell. Die Kolonie ist anfangs gelb, dann olivgrün und wird später grün-gelblich. Die Konidienköpfe sind groß. Er bildet häufig rotbraune Sklerotien. Die Vesikel sind bei Aspergillus favus kugelförmig, biseriate und uniseriate. Die Konidiophoren sind durchsichtig. Seine Konidien sind kugelförmig oder kugelartig und wie der Stiel rauwandig.

Er ist neben Aspergillus fumigatus die zweite wichtige Schimmelpilzart, die in Innenräumen vorkommt und bei Menschen Infektionen (Aspergillose) auslösen kann. Aspergillus flavus ist in die Risikogruppe 2 eingestuft. Das bedeutet, dass dieser Pilz geeignet ist, bei gesunden Menschen (geringes Risiko) oder bei Menschen mit geringfügigen Störungen der Infektabwehr (mäßiges Risiko) Mykosen auszulösen. Für die Behandlung der Mykosen stehen wirksame Heilmittel zur Verfügung. (BG Chemie, Merkblatt B 007, Sichere Biotechnologie, „Eingruppierung biologischer Agenzien: Pilze“, 1/98)

Aspergillus flavus produziert eine Reihe von Mykotoxinen, darunter vor allem Aflatoxin B1, welches akut toxisch, hochgradig krebserzeugend und leberschädigend ist, aber auch Sterigmatocystin, Kojisäure, Cyclopiazonsäure. Mykotoxine sind natürliche Giftstoffe (sekundäre Stoffwechselprodukte) und toxische Substanzen, die von Schimmelpilzen ausgeschieden werden.

Bei hohen Sporenkonzentrationen von Aspergillus flavus können allergische Reaktionen ausgelöst werden, wie bei allen Schimmelpilzen.

NovaBiotec® Dr. Fechter GmbH
Mag.-Ing. Aleksandra Srocka
(Laborleiterin)
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Tel.: 030 / 847 18 410
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Allgemein

Aspergillus fumigatus gehört zu der Gruppe der Fadenpilze, er ist thermophil und wächst bis zu einer Temperatur von 50° C. Seine Sporen (Konidien) sind kugelförmig und haben einen Durchmesser von 2,5 bis 3,0 µm, dies verleiht ihnen eine gute Flugfähigkeit. Der minimale aw-Wert liegt um 0,85 (= schwach xerophil).

Bedeutung für den Innenraum

Aspergillus fumigatus ist eigentlich untypisch für Innenräume und unter normalen Umständen sind 10 KBE/m³ dort als unkritisch anzusehen und nicht zu beanstanden. Wenn jedoch Warmwasserleitungen lecken, kann er sehr wohl an den betreffenden Wänden anwachsen. In jedem Einzelfall sollten immer die umgebenden örtlichen Gegebenheiten, sowie die entsprechende Jahreszeit zur Beurteilung der Ergebnisse hinzugezogen werden. Bei Luftmessungen dient dazu immer die Außenluftmessung als Referenzwert. Generell ist eine höhere Belastung mit Aspergillus fumigatus in der Nähe von Kompostieranlagen und im Herbst zu finden.

Bedeutung für den Menschen

In der Literatur ist beschrieben, dass der Pilz einfach zugängliche Stellen wie Gehörgange und Nebenhöhlen, besonders wenn schon Entzündungen voraus gegangen sind, befallen kann.

Bei Aspergillus fumigatus handelt es sich um einen wärmeliebenden Pilz der ideal bei 37° C wächst, also bei Körpertemperatur.

Da beim Einatmen die kleinen Sporen durch die Atemwege in den Körper gelangen, können diese bis in die Tiefe der Lunge geraten. So können dort Myzelgeflechte ausgebildet oder lokale Bereiche der Atemwege allergisiert werden und Asthma, Rhinitis und Allergien auslösen.

Die Risikogruppe besteht aus immunsupprimierten Personen (HIV, Chemotherapie-Patienten, nach Organtransplantationen).

Weiterhin kommen mit der täglichen Arbeit beispielsweise verstärkt Arbeiter in Kompostieranlagen oder Landwirte (Arbeitskrankheit, genannt Farmerlunge) mit diesem Pilz in Kontakt.

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