Der
Schimmelpilz Aspergillus flavus gehört zur Aspergillus-flavi -Gruppe (Einteilung von Samson, 2008) und ist in der Natur ubiquitär verbreitet. In Innenräumen kommt er mäßig oft vor. In unserem akkreditierten Labor weisen wir ihn in ca. jeder 30. Probe nach.
Dieser
Schimmelpilz kommt bei trockenem und feuchtem Klima sowohl in der Innenraumluft als auch in Lebensmitteln, wie z. B. Erdnüssen, gemahlenen Mandeln oder Gewürzen, vor. Das optimale Wachstum für
Aspergillus flavus liegt bei einer Temperatur von 37° C und einem Wasseraktivitätswert von 0,79.
Auf CYA-Medium bei 25° C wächst die Art mäßig schnell. Die Kolonie ist anfangs gelb, dann olivgrün und wird später grün-gelblich. Die Konidienköpfe sind groß. Er bildet häufig rotbraune Sklerotien. Die Vesikel sind bei
Aspergillus favus kugelförmig, biseriate und uniseriate. Die Konidiophoren sind durchsichtig. Seine Konidien sind kugelförmig oder kugelartig und wie der Stiel rauwandig.
Er ist neben
Aspergillus fumigatus die zweite wichtige
Schimmelpilzart, die in Innenräumen vorkommt und bei Menschen Infektionen (Aspergillose) auslösen kann.
Aspergillus flavus ist in die Risikogruppe 2 eingestuft. Das bedeutet, dass dieser Pilz geeignet ist, bei gesunden Menschen (geringes Risiko) oder bei Menschen mit geringfügigen Störungen der Infektabwehr (mäßiges Risiko) Mykosen auszulösen. Für die Behandlung der Mykosen stehen wirksame Heilmittel zur Verfügung. (BG Chemie, Merkblatt B 007, Sichere Biotechnologie, „Eingruppierung biologischer Agenzien: Pilze“, 1/98)
Aspergillus flavus produziert eine Reihe von Mykotoxinen, darunter vor allem Aflatoxin B1, welches akut toxisch, hochgradig krebserzeugend und leberschädigend ist, aber auch Sterigmatocystin, Kojisäure, Cyclopiazonsäure. Mykotoxine sind natürliche Giftstoffe (sekundäre Stoffwechselprodukte) und toxische Substanzen, die von
Schimmelpilzen ausgeschieden werden.
Bei hohen Sporenkonzentrationen von
Aspergillus flavus können allergische Reaktionen ausgelöst werden, wie bei allen Schimmelpilzen.
NovaBiotec® Dr. Fechter GmbH
Mag.-Ing. Aleksandra Srocka
(Laborleiterin)
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